Die katholische Kirche im Social Web
Das Interesse unter den im Social Web aktiven Katholiken am jüngsten Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. war eher verhalten. Das verwundert insofern, als der Papst sowohl zum 44. Mediensonntag als auch zum diesjährigen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel die weltweit 1,1 Milliarden Katholiken dazu aufrief, das enorme, vielschichtige Potenzial des Internets sinnvoll zu nutzen. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlicht seine Botschaften unter anderem auf Twitter und YouTube. Wir haben untersucht, wie sich die katholische Kirche in Deutschland in Social Media präsentiert.
Der Bischof von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, äußert sich in diesem Kurzvideo (leider nur via Facebook aufrufbar) über die Kirche als das älteste soziale Netzwerk der Welt.
Kaum Interesse am Papstbesuch im Social Web
Heute startet Papst Benedikt XVI., das Oberhaupt von 1,1 Milliarden Katholiken weltweit, seinen Deutschlandbesuch. Wir haben analysiert, wie die katholische Kirche in Deutschland dieses Ereignis im Social Web begleitet. Eigentlich müsste es dort bei jungen Menschen auf große Resonanz stoßen, denn nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz engagieren sich von den 24,6 Millionen Katholiken hierzulande fast 440.000 als Ministranten, die zwischen acht und 18 Jahre alt sind. Etwa 660.000 Katholiken zwischen sieben und 28 Jahren sind im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit seinen 17 Jugendorganisationen aktiv. Rund 370.000 Schülerinnen und Schüler gehen hierzulande in über 900 katholische Schulen. Und über eine halbe Million Kinder werden in fast 10.000 katholischen Tagesstätten betreut.
Der Nutzen von Social Media
Über den Nutzen bzw. den Return on Investment (ROI) von Social Media war in diesem Blog bereits mehrfach die Rede. Die einen verwenden ihn, um Investitionen ins Mitmach-Web zu rechtfertigen. Andere stellen die Frage nach dem RoI grundsätzlich in Frage und weisen darauf hin, dass doch auch keiner den ROI von Telefonen misst. Jetzt hat die US-Agentur MDG Advertising das Thema in einer Infografik aufbereitet. Ein Ergebnis: für die Marketingleiter (CMO) befragter Unternehmen ist Facebook derzeit die nützlichste Social Media Plattform und sie werden künftig insbesondere in den Ausbau ihrer Aktivitäten auf YouTube, Facebook, in ihrem Blog und auf Twitter investieren:
9/11 mit Social Media – Segen und Fluch
Genau zehn Jahre ist es am Sonntag her, dass Terroristen die USA in einer bislang nie dagewesenen Art und Weise angriffen: Sie kaperten Passagierflugzeuge und steuerten sie in einer konzertierten Aktion unter anderem in die Zwillingstürme des World Trade Centers (WTC) – im Abstand von 17 Minuten. Jeder von uns weiß noch, wo er damals war und was er tat. Uns einte nicht nur der Schock, sondern auch die Art und Weise, wie wir an Informationen kamen: Durch Fernseher, Radio Internet. Aber was wäre, wenn es damals schon die sozialen Netzwerke in ihrer heutigen Ausprägung gegeben hätte?
5 Gründe warum Inhalte geteilt werden
Social Media kostet Unternehmen nichts. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Aber es stimmt eben nicht: Social Media kosten vor allem Zeit: Zeit für Konzepte, Zeit für Ideen, Zeit für Inhalte, Zeit fürs Monitoring, Zeit fürs Vernetzen, Zeit fürs Verbreiten usw. Gerade auf den Content kommt es an. Wer an seinen Ziel- bzw. Interessengruppen vorbei publiziert, kann seine Ziele im Social Web bzw. in den sozialen Medien nicht erreichen. Hier mag es hilfreich sein, einmal nach den Gründen zu fragen, warum wir welche Inhalte verbreiten (teilen).




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