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15.02.2011

Social Military und Bundeswehr 2.0

von Sonja Greye

Das Web 2.0 lebt von ungefilterter und schneller Kommunikation. Wie passt das mit dem Militär zusammen? Nach den Vorkommnissen mit Wikileaks, nämlich der illegalen Beschaffung und Veröffentlichung etlicher militärischer Dokumente, schränkte die US- Armee den Internetzugang für Soldaten drastisch ein und erließ ein Verbot für Twitter und Co. Anfang dieses Jahres wurden jedoch die Social Media Guidelines überarbeitet und in Form eines Handbuchs neu herausgegeben. Aktivitäten im Web 2.0 sind nun wieder erlaubt, wenn z.B. bestimmte Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen werden.

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25.11.2010

IHK: Social Media gegen Fachkräftemangel

von Sonja Greye

80 Industrie- und Handelskammern (IHK) gibt es in Deutschland. Sie sollen die regionale Selbstverwaltung von Unternehmen gewährleisten. Eine Kernaufgabe besteht darin, ihre Mitglieder bei der Kommunikation zu unterstützen. Ob und  wie  dabei sozialen Medien zum Einsatz kommen, haben wir analysiert.

Für alle Unternehmen in Deutschland, und somit auch für die IHK, ist das Thema Fachkräftemangel momentan sehr aktuell. Mit dem Aufschwung der deutschen Wirtschaft wächst auch der Bedarf nach gut ausgebildetem Fachpersonal. Es wird immer schwerer, Kandidaten zu finden und langfristig an ein Unternehmen zu binden. In einigen Bundesländern, wie bei der IHK  Hessen beispielsweise, kommt dafür seit einigen Monaten ein internetbasiertes Fachkräfte Monitoring zum Einsatz.  Auf unsere Nachfrage bei der Projektleitung der Forschungsstelle Bildung in der IHK für München und Oberbayern erfahren wir, dass ein „Nachfolger-Tool“ ab März 2011 auch in Bayern eingeführt werden soll. Mehr möchte uns Frau Dr. Katharina Schnurer jetzt noch nicht verraten.

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08.11.2010

Ikarus 380: Knapp an der Krise vorbeigeschrammt

von Martina Doherr

Größer, höher, schneller und weiter. So lautet das Motto, nachdem die Menschheit nicht nur in der griechischen Mythologie gerne ihre Ziele ausrichtet. Der Airbus A380 war ein solches Projekt, auf das die ganze Welt schaute. Seit am 04. November 2010 eine Qantas-Maschine dieses Typs nach einer Explosion eines der Rolls-Royce-Triebwerke in Singapur notlanden musste, überschlagen sich die Meldungen in sämtlichen Medien. Nur einen Tag später, am Freitag den 05. November, dann die nächste Hiobsbotschaft; eine weitere Qantas-Maschine musste notlanden. Typ: Boeing B747. Triebwerkhersteller: Rolls-Royce. Krisen-PR: Keine.

Die Nachwehen der beiden Notlandungen könnten für alle beteiligten Unternehmen im Super Gau enden. Von offizieller Krisen-PR ist dennoch wenig zu sehen. Dafür Arglosigkeit in Tomatensaft, indirekte Schuldzuweisungen – und eiskaltes Schweigen.

In einer Hauptrolle: Rolls-Royce

Das Drama des prestigeträchtigen Unternehmens mit seiner nahezu hundertjährigen Historie treibt einem PR-Schaffenden die Tränen ins Gesicht. Die Gallionsfigur, der Inbegriff von Tradition, Eleganz und Power, eine waschechte MARKE, hat es schwer getroffen. Für Rolls-Royce wird die Luft gerade sehr dünn. Footsie-Ende, Over. RR geriet bereits vor Monaten ins Visier der Kritiker. Unter anderem von der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA, die Sicherheitsrisiken wie etwa die frühzeitige Abnutzung der Turbinen bemängelte. Die Ursache für die Notlandung in Singapur schlägt nun in die gleiche Kerbe.

Im Gegensatz zum Beispiel zur Lufthansa scheint Rolls-Royce sein Kommunikationskonzept nicht auf die sozialen Netzwerke zu stützen. Man findet auf Facebook neben zahllosen Trittbrettfahrern einzig den offiziellen Account Rolls-Royce Motor Cars mit aktuell knapp 130.000 Fans, die sich mehr für Phantome als für Phantom-Fehler in Flugzeugtriebwerken begeistern. Einen Twitter-Account nutzt das internationale Unternehmen nicht. Macht nichts, Social Media sei ja ohnehin nichts als Zeitverschwendung, verrät Rolls-Royce Communication Manager Peter Morgan im Juni dieses Jahres gegenüber dem britischen Magazin CorpComms. Das eisige Schweigen des Unternehmens wird in englischen Beiträgen bereits als „Abschiedsbrief“ interpretiert. weiterlesen …

08.06.2010

Optimierungsbedarf beim #mediacoffee

von Dominik Faust

Die nach Angaben des Veranstalters rund 300 Pressesprecher, PR-Fachleute und Journalisten, die am gestrigen Montag in München am #mediacoffee der dpa-Tochter @newsaktuell teilnahmen, sind hinsichtlich Social Media zurückhaltend. Nur eine kleine Minderheit unter ihnen twittert, die Wenigsten haben ein iPhone und  kaum einer will sich ein iPad kaufen. Das ergaben entsprechende Blitzumfragen. Die neuen Möglichkeiten der sozialen Medien und die sie unterstützenden Technologien werden von dieser Ziel- bzw. Interessengruppe augenscheinlich weiter aus der Distanz beobachtet. So passte es ins Bild, dass sich etliche von ihnen ab einem bestimmten Zeitpunkt eher von Kommentaren auf der Twitterwall erheitern statt von der Diskussion auf dem Podium befruchten ließen.

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29.01.2010

Die Struktur eines 1:30 TV Beitrags

von Dominik Faust

Wer schon immer mal wissen wollte, wie eigentlich ein typischer Nachrichtenbeitrag im Fernsehen strukturiert sein sollte, für den hat Charlie Brooker diesen Schnellkurs erstellt.