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Evolution: Social Media Monitoring mit neuem Tool von T-Systems

von Sonja Greye am 14.06.2011

Im Nachgang zur Internet World 2011 in München hatten wir in diesem Blog angekündigt, uns das neue Social Media Monitoring-Tool von  T-Systems Multimedia Solutions (MMS) näher anzusehen. In den vergangenen Wochen durften wir Social Media Evolution testen. Auf den ersten Blick handelt es sich um ein kundenfreundliches und praktisches Tool für jeden, der wissen möchte, wie seine Marke oder sein Unternehmen im Social Web wahrgenommen wird. Entsteht hier eine echte Evolution, eine Konkurrenz zu Radian 6 und Co.? Dieser Frage sind wir nachgegangen.

Was ist Monitoring?

Diese Frage stellen sich leider noch viele Menschen, auch solche, die schon in Social Media aktiv sind. Dabei ist ein gutes Social Media Monitoring das A und O erfolgreicher Aktivität im Social Web. T-Systems Multimedia Solutions klärt diese Frage anschaulich in folgender Präsentation, in der auch kurz die Hauptfunktionen des Tools gezeigt werden:

Praxistest

Der erste Schritt ist das Anlegen von Suchprofilen. Hierbei braucht man keine großen Kenntnisse von Booleschen Suchoperatoren haben. Lediglich die englische Sprache sollte mehr als nur rudimentär beherrschen, da das gesamte Tool in Englisch bedient wird. Zunächst muss man angeben, welche Wörter die Suche enthalten soll und ggf. welche nicht. Das Tool wandelt diese Wörter dann automatisch in einen Suchstring um. Die Anzahl der Suchprofile war bei unserem Testzugang unbegrenzt. Aussagekräftige Suchergebnisse sind etwa innerhalb einer Woche nach dem erstmaligen Anlegen der Suchprofile zu erwarten. Diese reichen dann dafür bei Bedarf bis über ein Jahr in die Vergangenheit. Suchergebnisse von Twitter liegen allerdings in Echtzeit vor.

Als Ergebnis der Suche bekommt man eine Auflistung der Mentions in chronologischer Abfolge sowie eine Unterteilung der Quellen mit der prozentualen Verteilung der Mentions. Alle Ergebnisse kann man direkt vom Dashboard aus kommentieren, retweeten, taggen oder beantworten. Weiterhin wird einem alles über den Autoren angezeigt, wie beispielsweise dessen Klout. Im Tool integrierte Team-Mitglieder können per Nachricht auf einzelne Treffer aufmerksam gemacht werden. Auch Aufgabe wie “bitte beantworten” lassen sich schnell und einfach delegieren. Wer noch gezieltere Treffer bekommen möchte, kann unter “Pages” Facebook-Seiten und RSS-Feeds hinzufügen, die dann mit in die Suche einfließen. Diese Option bietet sich an, um bereits bekannte Quellen händisch aufnehmen zu können. Ein Filter ermöglicht die Sortierung der Ergebnisse nach Quelle, Sprache, Geschlecht, Sentiment, Netzwerkgröße oder Tags. Klickt man auf “Analytics”, bekommt man eine grafisch schön und übersichtlich dargestellte Auflistung der Ergebnisse in Diagrammen, die man auch als PDF-Dokument exportieren kann. Unter “Reports” kann man diese ebenfalls noch in andere Formate exportieren. Auf dem Dashboard kann man außerdem Nachrichten auf Twitter und Facebook teilen, ohne das Tool verlassen zu müssen.

Fazit

Social Media Evolution ist sehr benutzerfreundlich und erklärt sich fast von selbst. Falls es dennoch Fragen gibt, kann man an einem Webinar von T-Systems Multimedia Solutions teilnehmen, in dem interaktiv jede Funktion erklärt wird. Der Kundensupport ist hier sehr gut. Uns ist aufgefallen, dass die Ergebnisse aller Suchen sehr “Twitter-lastig” waren. Dies muss nicht zwingend ein Nachteil sein, hängt aber vom jeweiligen Suchprofil und der Intention ab. Man kann zwar die Sprache einstellen, in der gesucht werden soll, doch leider hat das Tool gerade bei Blogs und Foren noch ein Problem mit der Spracherkennung. Während Suchen in Englisch schon recht gut funktionieren, werden bei Suchen in Deutsch oft Ergebnisse in Spanisch oder in anderen Sprachen angezeigt. Hier gibt es noch Optimierungsbedarf , was zwangsläufig Auswirkungen auf die Sentimentanalysen hat. Diese ist allerdings die große technische Herausforderung aller Monitoring-Tools. Sehr positiv sind die Interaktionsmöglichkeiten für das beteiligte Monitoringteam sowie die Dialogfähigkeit mit Social-Media-Netzwerken. Gerade bei Echtzeitmonitoring von Kampagnen ist das sehr nützlich. Schön ist auch, dass man nicht bloß Datensätze, sondern ganze Reports exportieren kann.

Wie uns erklärt wurde, wird das Tool immer weiter in Richtung einer echten Evolution optimiert. Spätestens wenn die angesprochenen Negativpunkte verbessert wurden, hat man mit Social Media Evolution auf jeden Fall ein sehr praktisches Monitoring Tool, mit dem man gut arbeiten kann.

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